Am Samstag hatten meine Schwester und ich einen Stand auf dem Flohmarkt. Unsere Kisten standen in einer langen Reihe, und alles musste ordnungsgerecht bei der Gemeinde angemeldet sein. Solche Märkte reizen mich sehr.
Am Morgen hatten wir Pech. Es hat geregnet, und unser Schirm war viel zu klein. Zum Glück hat uns ein Nachbar einen grossen, runden Sonnenschirm gebracht. Er hatte auch einen guten Ratschlag: «Stellt die schönen Sachen nach vorne.» Das war praktisch und sehr nützlich.
Wir haben eine rosa Lampe, eine alte Schere und reichlich Bücher verkauft. Ein Mann wollte für die Lampe nur zwei Franken zahlen. «Quatsch», hat meine Schwester gesagt, «die Lampe ist alt und romantisch.» Am Ende hat er zwölf Franken bezahlt. Ich habe grossen Respekt vor ihr.
Am Nachmittag hat der Regen wieder angefangen, gegen unsere Kisten zu schlagen. Um sechs Uhr mussten alle Stände schliessen. Wir haben den schweren Wagen bis zum Auto schieben müssen. «Prima gemacht», hat der Nachbar gesagt. Zu Hause wollte ich nur noch schlafen gehen.