Als die Stromrechnung von Familie Keller im letzten Jahr um fast 30 Prozent stieg, hatte Herr Keller genug. „Wir haben ein grosses Dach, das den ganzen Tag in der Sonne liegt. Warum sollten wir das nicht nutzen?“, fragte er seine Frau.
Nach mehreren Offerten entschied sich die Familie für eine Solaranlage mit 36 Modulen. Sie wurde im Frühling von einer lokalen Firma installiert, was nur drei Tage dauerte. Die Anlage kostete rund 25 000 Franken. Etwa ein Fünftel davon wurde vom Bund bezahlt, und auch die Gemeinde gab einen kleinen Beitrag.
Seitdem produzieren die Kellers einen grossen Teil ihres Stroms selbst. Den Strom, den sie nicht brauchen, verkaufen sie an das Elektrizitätswerk. Allerdings bekommen sie dafür weniger Geld, als sie selbst für Strom bezahlen. Deshalb versuchen sie, möglichst viel Strom am Tag zu verbrauchen: Die Waschmaschine und der Geschirrspüler laufen jetzt am Mittag.
Herr Keller rechnet damit, dass sich die Anlage nach etwa zwölf Jahren bezahlt gemacht hat. „Ganz sicher kann man das nicht sagen, weil die Strompreise sich ändern“, gibt er zu. Trotzdem würde er es wieder tun. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn man sieht, dass die eigene Energie vom Dach kommt.“