Wer in die Schweiz zieht, muss sich schnell an ein System gewöhnen, das in vielen Ländern unbekannt ist: In den meisten Gemeinden darf der normale Hausmüll nur in offiziellen Gebührensäcken entsorgt werden. Diese Säcke kann man im Supermarkt kaufen; ein 35-Liter-Sack kostet je nach Gemeinde etwa zwei Franken.
Die Idee dahinter ist einfach: Wer weniger Abfall produziert, bezahlt weniger. Deshalb lohnt es sich, den Abfall zu trennen. Glas, PET-Flaschen, Aluminium und Batterien bringt man zu Sammelstellen, die es in fast jedem Quartier gibt. Papier und Karton werden meistens einmal im Monat vor dem Haus abgeholt – aber nur, wenn sie gebündelt sind.
Wer seinen Müll in einem gewöhnlichen Plastiksack an die Strasse stellt, riskiert eine Busse. In manchen Gemeinden wird sogar kontrolliert, von wem der Sack stammt.
Viele Neuzugezogene finden das System am Anfang kompliziert. Die meisten Gemeinden verteilen aber einen Abfallkalender, in dem genau steht, was wann abgeholt wird. Wer unsicher ist, kann auch bei der Gemeindeverwaltung nachfragen.