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Direkte Demokratie im Alltag

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Politik200 kelime~2 dk4 soru

Vier Mal im Jahr liegt in jedem Schweizer Briefkasten ein dickes Couvert. Darin sind die Stimmzettel für die nächste Volksabstimmung und ein Heft mit Informationen zu den Themen. Wer Schweizer Bürgerin oder Bürger und mindestens 18 Jahre alt ist, darf abstimmen.

In kaum einem anderen Land können die Menschen so oft mitentscheiden. Abgestimmt wird über nationale Fragen, zum Beispiel über die AHV oder den Umweltschutz, aber auch über ganz lokale Themen. In der Gemeinde geht es etwa darum, ob ein neues Schulhaus gebaut oder ein Hallenbad renoviert werden soll.

Die meisten Leute stimmen heute brieflich ab. Sie füllen den Stimmzettel zu Hause aus und schicken ihn per Post zurück. Wer lieber persönlich abstimmen möchte, kann am Sonntagmorgen ins Wahllokal gehen. Trotzdem nimmt oft nur knapp die Hälfte der Stimmberechtigten teil.

Kritiker sagen, dass viele Themen zu kompliziert seien und man zu oft an die Urne gerufen werde. Andere finden gerade das System gut, weil die Politikerinnen und Politiker so immer auf die Meinung des Volkes hören müssen.

Auch Ausländerinnen und Ausländer dürfen in einigen Gemeinden, vor allem in der Westschweiz, auf lokaler Ebene mitbestimmen. In den meisten Kantonen muss man sich aber zuerst einbürgern lassen, bevor man eine Stimme hat.

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