Nach zehn Jahren in der Stadt ist Familie Wyss in ein Dorf mit tausendzweihundert Einwohnern gezogen. Sie zahlen für vier Zimmer weniger als vorher für drei.
Der erste Winter war eine Überraschung. Der Bus fährt am Abend jede Stunde, am Sonntag alle zwei Stunden. Ohne Auto ist man nach zwanzig Uhr praktisch zu Hause.
Dafür kennt die Familie nach einem Jahr mehr Leute als in der Stadt nach zehn. Die Kinder gehen allein zur Schule, und im Sommer sind sie bis zum Abendessen draussen.
Herr Wyss pendelt jetzt fünfzig Minuten pro Weg. Er liest im Zug und findet das in Ordnung. Seine Frau arbeitet zwei Tage im Homeoffice, sonst wäre die Rechnung nicht aufgegangen.
Was fehlt, sind die kleinen Dinge: ein Kino, ein Restaurant mit anderer Küche, ein Konzert am Mittwoch. „Wir haben nicht mehr Zeit gewonnen“, sagt Frau Wyss. „Wir haben sie anders verteilt.“