Die Musikgesellschaft eines Dorfes probt seit hundertdreissig Jahren am Freitagabend. Heute spielen achtundzwanzig Personen mit, die jüngste ist zwölf, der älteste einundsiebzig.
Der Nachwuchs war lange das Problem. Darum bezahlt der Verein heute einen Teil des Instrumentalunterrichts für Kinder und stellt die Instrumente gratis zur Verfügung.
Geprobt wird zwei Stunden, nicht immer mit Freude. Vor dem Konzert im Mai wird derselbe Takt manchmal zwanzigmal gespielt, weil vier Leute ihn zu früh nehmen.
Der Dirigent sagt, das Schwierigste sei nicht die Musik. Es sei, dreissig Menschen mit verschiedenen Können und verschiedenen Wochen an einem Abend zusammenzubringen.
Nach der Probe bleibt die Hälfte noch eine halbe Stunde. Eine Klarinettistin sagt, sie komme wegen der Musik – und bleibe wegen dieser halben Stunde.