Im Juni wird in einem Quartier die Strasse für einen Tag gesperrt. Das Fest gibt es seit sieben Jahren, und es beginnt jedes Jahr mit einem Antrag bei der Stadt.
Die Organisation liegt bei acht Personen. Sie brauchen eine Bewilligung, eine Versicherung, Strom, Toiletten und eine Absprache mit dem Betrieb, der die Zufahrt für Notfälle braucht.
Das Programm ist einfach: Jeder bringt etwas zu essen, drei Familien machen Musik, und für die Kinder gibt es Kreide und einen alten Feuerwehrschlauch.
Nicht alle finden das Fest gut. Zwei Anwohner haben sich über den Lärm beschwert. Seither endet die Musik um zweiundzwanzig Uhr, und die Organisatoren informieren vorher mit einem Brief.
Eine Organisatorin sagt, der wichtigste Teil sei nicht der Tag selber. Es sei die Woche danach, in der Leute im Treppenhaus plötzlich Namen sagen, die sie vorher nicht kannten.