Nach der Geburt ihres Sohnes hat Frau Bühler auf sechzig Prozent reduziert. Sie wollte Zeit für das Kind und trotzdem im Beruf bleiben. Beides ist gelungen, aber nicht ohne Preis.
Der offensichtliche Preis ist der Lohn. Der weniger offensichtliche ist die Rente: Wer zwanzig Jahre Teilzeit arbeitet, zahlt weniger ein und bekommt im Alter deutlich weniger.
Dazu kommt etwas Leises. Interessante Projekte gehen oft an Leute, die am Mittwoch da sind. Frau Bühler arbeitet Montag, Dienstag und Donnerstag – und war lange nicht in der Planung.
Sie hat darum mit dem Team eine Regel vereinbart: Wichtige Sitzungen liegen am Dienstag. Wer sie verpasst, bekommt am gleichen Tag eine kurze Zusammenfassung, nicht erst in einer Woche.
Ihr Mann arbeitet seit einem Jahr achtzig Prozent. Damit ist die Woche gerechter verteilt. Frau Bühler sagt, die grösste Änderung sei nicht ihr Arbeitsplan, sondern die Frage, die früher niemand gestellt hat: Warum eigentlich immer sie?