Der Arbeitsweg von Frau Schmid ist neun Kilometer lang, mit hundertzwanzig Höhenmetern am Ende. Mit dem normalen Velo hat sie ihn zweimal gemacht und dann aufgegeben.
Vor einem Jahr hat sie ein E-Bike gekauft, zusammen mit einem Kurs der Gemeinde. Dort hat sie gelernt, dass die grösste Gefahr nicht der Berg ist, sondern die Geschwindigkeit in der Kurve.
Heute fährt sie viermal pro Woche. Sie braucht fünfundzwanzig Minuten, mit dem Bus dauerte es mit Umsteigen fünfunddreissig.
Es gibt zwei Nachteile. Im Winter bei Eis lässt sie das Velo stehen, und die Batterie verliert mit den Jahren an Leistung. Ein Ersatz kostet mehrere hundert Franken.
Frau Schmid sagt, der eigentliche Gewinn sei nicht die Zeit. Sie komme am Abend anders nach Hause als aus dem Bus: müder in den Beinen, aber leichter im Kopf.