Viele sind im ersten Jahr überrascht: In der Schweiz werden die Steuern bei den meisten nicht direkt vom Lohn abgezogen. Man bekommt sie später in Rechnung gestellt.
Das hat einen Vorteil und eine Gefahr. Der Vorteil: Man hat das Geld zuerst. Die Gefahr: Wer nicht zurücklegt, hat im Frühling eine Rechnung über mehrere tausend Franken.
Frau Simic hat im ersten Jahr genau diesen Fehler gemacht. Sie hat die Rechnung in Raten bezahlt und dabei Zinsen gezahlt, die sie nicht eingeplant hatte.
Seit dem zweiten Jahr macht sie es anders. Sie zahlt jeden Monat freiwillig einen Betrag an die Steuerverwaltung. Viele Kantone geben darauf sogar einen kleinen Zins.
Dazu prüft sie die Abzüge: Fahrkosten, Verpflegung, Weiterbildung, Beiträge an die dritte Säule. Im letzten Jahr hat das ihre Rechnung um sechshundert Franken gesenkt – für zwei Stunden Arbeit am Küchentisch.