Sieben Personen treffen sich jeden ersten Donnerstag in einem Café. Sie lesen ein Buch pro Monat, und wer es nicht geschafft hat, kommt trotzdem.
Gegründet hat die Gruppe eine Frau, die nach der Pensionierung Gespräche vermisst hat. Sie hat einen Zettel im Quartierladen aufgehängt, und beim ersten Treffen kamen drei Personen.
Die Regeln sind einfach: keine Vorträge, jeder sagt zuerst einen Satz, und niemand muss ein Buch gut finden. Bücher werden abwechselnd vorgeschlagen, sodass nicht immer derselbe Geschmack bestimmt.
Am meisten hat die Gruppe verändert, dass sie inzwischen aus vier Ländern kommt. Bei einem Roman über eine Flucht hat ein Mitglied eine Stunde erzählt, und danach war das Buch ein anderes.
Eine Teilnehmerin sagt, sie lese jetzt Dinge, die sie nie gewählt hätte. Vier Bücher pro Jahr findet sie schwierig, zwei langweilig – und genau das sei das Interessante.