Am Ende der obligatorischen Schulzeit stehen zwei grosse Wege offen: eine Berufslehre mit Berufsschule oder das Gymnasium mit der Matura. Etwa zwei Drittel aller Jugendlichen wählen eine Lehre.
Bei Familie Frei gab es darüber eine lange Diskussion. Die Mutter wollte das Gymnasium, weil sie mehr Möglichkeiten sah. Der Sohn wollte eine Lehre als Elektroinstallateur, weil er nach vier Schnuppertagen wusste, dass ihm die Arbeit gefällt.
Der Lehrer hat einen wichtigen Punkt gebracht: Der Entscheid ist keine Tür, die sich schliesst. Mit der Berufsmatura kommt man an die Fachhochschule, und auch später ist ein Wechsel möglich.
Entscheidend war für den Sohn, dass er nicht mehr acht Stunden sitzen wollte. Entscheidend für die Mutter war, dass er einen Plan hatte und ihn erklären konnte.
Heute ist er im dritten Lehrjahr und besucht die Berufsmatura. Seine Mutter sagt, sie sei froh, dass sie am Ende nicht entschieden hat. „Ich hätte ihn in eine Schule geschickt, in der er unglücklich gewesen wäre.“