Ein Mensch in der Schweiz verbraucht zu Hause etwa hundertvierzig Liter Wasser pro Tag. Viel grösser ist aber die Menge, die in Produkten steckt: im Kaffee, in der Baumwolle, im Fleisch.
Die Schweiz hat viel Wasser. Das Problem liegt oft anderswo: Baumwolle wächst in Regionen, in denen Wasser knapp ist, und der Anbau braucht enorme Mengen.
In der Schule von Frau Bieri haben die Schüler eine Woche lang gerechnet. Ein T-Shirt braucht in der Produktion mehrere tausend Liter. Diese Zahl hat die Klasse mehr beeindruckt als jeder Vortrag.
Aus dem Projekt sind zwei Dinge entstanden. Die Klasse hat einen Kleidertausch organisiert, und zwei Schüler haben eine Liste gemacht, welche Produkte besonders viel Wasser brauchen.
Frau Bieri sagt, sie habe absichtlich keine Regeln vorgegeben. „Sobald ich Verbote ausspreche, diskutieren sie mit mir. Wenn sie selber rechnen, diskutieren sie miteinander.“