Am Ende des Monats war bei Herrn Weibel immer zu wenig übrig, obwohl er anständig verdient. Er wusste nicht, wohin das Geld ging – und das war genau das Problem.
Drei Monate hat er alles notiert. Das Ergebnis hat ihn überrascht: nicht die Miete, sondern vierhundert Franken für Essen ausser Haus und zweihundert für Abos, die er kaum nutzte.
Danach hat er ein einfaches System gebaut. Am Zahltag gehen feste Beträge auf drei Konten: Fixkosten, Sparen, und der Rest für den Alltag. Mit dem Rest lebt er, bis der Monat vorbei ist.
Das Wichtigste war ein viertes Konto für Rechnungen, die nur einmal im Jahr kommen: Steuern, Versicherungen, Zahnarzt. Dort gehen jeden Monat dreihundert Franken hin.
Nach einem Jahr hat er fünftausend Franken gespart. Herr Weibel sagt, er lebe nicht ärmer als vorher. Er habe nur aufgehört, jeden Monat von einer Rechnung überrascht zu werden.