In einem Wohnquartier gilt seit zwei Jahren Tempo dreissig. Vorher waren fünfzig erlaubt, und es gab in fünf Jahren vier Unfälle mit Verletzten, zwei davon mit Kindern.
Der Widerstand war zuerst gross. Viele haben gesagt, sie verlieren Zeit. Eine Messung hat gezeigt, dass die Fahrt durch das Quartier tatsächlich länger dauert – um achtzehn Sekunden.
Deutlich verändert hat sich der Lärm. Bei dreissig statt fünfzig ist ein Auto etwa halb so laut zu hören. Zwei Anwohner haben gesagt, sie schlafen bei offenem Fenster wieder.
Seit der Änderung gab es einen Unfall ohne Verletzte. Mehr Kinder gehen allein zur Schule, und auf der Strasse spielen wieder Kinder, was es vorher nicht gab.
Ein Gegner von damals sagt heute, er habe sich in einem Punkt getäuscht. Er habe an eine Schikane gegen Autofahrer gedacht. Heute wohne er einfach ruhiger.