Die Mutter von Frau Widmer ist sechsundachtzig und wohnt allein. Nach einem Sturz im Bad war klar, dass es nicht mehr ohne Hilfe geht.
Der erste Gedanke war ein Heim. Die Mutter wollte das nicht, und die Tochter hat sich informiert. In vielen Gemeinden gibt es einen Pflegedienst, der nach Hause kommt.
Heute kommt zweimal täglich eine Pflegefachfrau: am Morgen für die Medikamente und die Dusche, am Abend für eine kurze Kontrolle. Der Mahlzeitendienst bringt am Mittag warmes Essen.
Dazu kommt die Familie. Frau Widmer kauft am Samstag ein, ihr Bruder übernimmt die Papiere. Wichtig war ein gemeinsamer Kalender, damit nicht immer die Tochter alles macht.
Die Lösung ist nicht für immer. Frau Widmer sagt, sie habe gelernt, dass man solche Fragen nicht allein lösen muss – aber dass man sie ansprechen muss, bevor der nächste Sturz passiert.