Herr Bättig hat seit zweiundzwanzig Jahren eine Saisonkarte. Er sitzt immer auf demselben Platz, neben denselben Leuten, von denen er zwei nur mit Vornamen kennt.
Fussball ist für ihn nicht nur Sport. Es ist ein Termin, der nicht verschoben wird, und eine Gruppe, in der niemand nach dem Beruf fragt.
Es gibt auch die andere Seite. Zweimal hat er Gewalt in seiner Kurve erlebt, und einmal hat er nach einem rassistischen Ruf eine Anzeige gemacht – gegen jemanden aus seiner eigenen Kurve.
Danach war es unangenehm. Zwei Bekannte sprechen nicht mehr mit ihm. Der Fanverein hat aber reagiert und im Sektor ein Banner mit einem klaren Satz aufgehängt.
Herr Bättig sagt, wer ein Stadion liebe, müsse auch darüber reden, was dort passiert. Er gehe weiter hin, jetzt mit seinem Enkel, dem er erklärt, warum man nicht alles mitsingt.