Am Samstagmorgen hatte ich es eilig. Ich brauchte dringend eine neue Creme, d. h. die alte Tube war seit Tagen leer. Die Drogerie liegt an der Bahnhofstrasse gleich am Eck, und drüben auf der anderen Seite steht ein eckiges Gebäude aus Glas.
Drinnen war alles durcheinander, weil die Kasse neu war. Man musste zuerst einen Knopf drehen, dann fest drücken und einen dünnen Zettel mit einer Nummer nehmen. Niemand wusste, wann wir dran sein würden, denn ein Lautsprecher wiederholte dauernd dieselbe Ansage.
Daneben stand ein Regal mit Sonnencremes, aber es war fast nichts mehr drin. «Dieser Automat ist doof», sagte die Frau vor mir, die ebenso genervt wirkte wie ich. Ich finde das System nicht dumm, sondern nur schlecht erklärt.
Eine junge Verkäuferin kam und half mir. Sie findet die Technik eigentlich cool, gab aber zu, dass viele Kundinnen damit nicht zurechtkommen. Erstens fehlt eine Erklärung, zweitens ist die Schrift zu klein, und drittens sind in Deutschland dieselben Geräte schon wieder abgebaut worden. Deswegen habe ich mich beim Geschäftsführer beschwert.
Demnächst eröffnet eine zweite Filiale am See, und beim nächsten Mal gehe ich dorthin. Der Verkäuferin bin ich trotzdem dankbar, denn ohne sie würde ich wahrscheinlich immer noch drinnen stehen und auf meine Nummer warten.