Seit September helfe ich jeden Donnerstag in der Cafeteria unserer Schule mit. Wir kochen dort einfache Speisen für achtzig Jugendliche, und am Freitag stellen wir sogar ein kleines Buffet auf.
Am Anfang dachte ich, das wäre leicht. Aber allein das Gemüse zu schneiden dauerte ewig. Ein Apfel, eine Birne und drei Bananen für den Obstsalat waren schnell fertig, die Bohnen leider nicht. Danach durfte ich Zwiebeln in Butter braten, während Elif die Pasta kochte.
Unsere Leiterin Frau Iten kommt aus Wien und sagt Backrohr, obwohl bei uns alle Backofen sagen. Darüber lachen wir jeden Morgen, wenn wir Brötli backen, die unsere deutsche Praktikantin hartnäckig Brötchen nennt.
Beim Dessert gibt es immer Streit. Ich schlage Aprikosen mit Rahm vor, weil das frischer schmeckt, aber Frau Iten nimmt lieber Schlagsahne aus der Büchse, weil das schneller geht. Letzte Woche haben wir beides auf den Tisch gestellt und die Schüler entscheiden lassen.
Seit Januar kaufen wir fast alles bio. Ein Bioprodukt kostet natürlich mehr, doch ich finde, biologisch angebautes Gemüse schmeckt besser, und die Jugendlichen haben mehr Appetit. Im Sommer wollen wir draussen Tische aufstellen, damit der Hof fast wie ein Biergarten wirkt, nur eben ohne Bier.