Letzten Mittwoch war ich mit meiner Klasse im Zoo Zürich. Unsere Lehrerin hatte uns versprochen, dass wir die Pinguine bei ihrem Spaziergang sehen. Draussen war es kalt und nass, trotzdem hatten fast alle gute Laune.
Am Anfang war ich enttäuscht. Vor dem Gehege der Elefanten standen so viele Zuschauer, dass ich gar nichts erkennen konnte. Ein kleiner Junge neben mir weinte, weil er nur Jacken und Rücken sah. Erst nach einer halben Stunde bekamen wir einen Platz ganz vorne.
Dann wurde es spannend. Ein Tierpfleger erzählte, wie viel eine Elefantenkuh am Tag frisst, und wir durften beim Füttern zuschauen. Ich hätte stundenlang zuschauen können, obwohl es im Haus stark roch.
Am Nachmittag haben wir in der Gruppe diskutiert. Lea meinte, dass Tiere kein Programm für Zuschauer sein dürfen und dass man jeden Zoo schliessen müsste. Ich sehe das anders, weil dieser Zoo auch bedrohte Arten züchtet und weil viele Besucher hier zum ersten Mal verstehen, warum ein Tier Schutz braucht.
In einem Punkt hat Lea aber recht: Wer nur zuschauen will, denkt selten über das Tier nach. Unsere Lehrerin hat deshalb vorgeschlagen, dass wir im Sommer noch einmal kommen, dann aber mit einer Aufgabe und nicht als normale Zuschauer.