Unser Flug nach Wien fiel wegen eines Pilotenstreiks aus. Ich stand schon vor der Passkontrolle, als eine Mitarbeiterin den Passagieren sagte, sie sollten sich im Reisebüro in der Halle melden. Eine Passagierin neben mir weinte fast, weil ihre Reservierung im Hotel nicht zurückgezahlt wird.
Mein Reiseplan war damit wertlos. Nach einer halben Stunde Reiseplanung entschied ich mich für den Zug. Auf dem Perron in Zürich war es so voll, dass ich meinen Rucksack zwischen die Füsse stellen musste.
Mein Kollege Timo holte mich in Wien mit seinem alten Pkw ab, einem Personenkraftwagen mit 70 PS, bei dem das Rücklicht nur manchmal brennt und die Rückscheibe nicht mehr richtig schliesst.
Auf dem Weg in die Stadt bremste Timo plötzlich scharf, weil rechts ein Radfahrer ohne Licht unterwegs war. Zum Glück kam es zu keinem Personenschaden; nur ein Reifen an seinem Rad war danach verbogen.
Am Abend machten wir trotzdem noch eine Rundfahrt durch die Altstadt und liefen dann in Richtung Donau. Im Hotel stand an der Tür „Reception“, die Angestellten sagten aber alle Rezeption. Für die Rückfahrt habe ich wieder den Zug gebucht. Fliegen wollte ich nach diesem Wochenende erst einmal nicht mehr.