Letzten Sommer bin ich mit meiner Schwester nach Griechenland gereist. Wir starteten frühmorgens am Hauptbahnhof in Zürich, weil unser Flug erst am Abend ging. Der Intercity-Express nach München war voll, und in diesem ICE gab es kaum Platz für unser Handgepäck.
Am Flughafen schickte uns die Fluggesellschaft zuerst zum falschen Gate. Eine Mitarbeiterin sagte, wir sollten geradeaus gehen und dann die Treppe nehmen. Als Fluggast wartet man eben viel, dachte ich, obwohl die Maschine am Ende pünktlich abflog.
In Athen stand ich lange an der Gepäckausgabe. Auf dem Gepäckband drehte sich alles Mögliche, nur mein Koffer nicht. Zum Glück rief mich das Fundbüro schon am nächsten Morgen an.
Meine Schwester wollte in ein Hotel mit Halbpension, weil sie abends nicht gerne kocht; ich hatte aber längst ein billiges Hostel gebucht. Am Ende schliefen wir in einer Jugendherberge am Hafen, direkt neben der Haltestelle der Fähre zur Insel Aigina.
Auf der Insel mieteten wir ein Auto, und mein Führerausweis wurde nicht einmal kontrolliert. Die Geschwindigkeitsbeschränkung beachtet dort kaum jemand, und viele Fahrer hupen, sobald man zögert. Am letzten Tag machten wir eine Führung durch die Fussgängerzone mit. Ruhig, zu Fuss, ohne Autos: Das war für mich der schönste Teil der Reise.