Letzten Sommer hat unser Verein eine ganze Festwoche organisiert, damit bei uns im Dorf niemand über Langeweile klagen musste. Am Montag begann alles mit einem Picknick am See. Später sassen wir um ein Lagerfeuer und sangen jedes Lied, das wir noch auswendig konnten.
Am Dienstag spielte ein kleines Orchester live auf dem Marktplatz. Weil der Lautsprecher kaputt war, hörte man die Musiker in der letzten Reihe fast nicht. Meine Schwester ist sehr musikalisch und fand den Abend trotzdem schöner als jede Party.
Am Mittwoch zeigte uns ein Künstler aus Bern, wie man mit wenigen Farben malen kann. Kunst war bis dahin nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, aber danach habe ich zu Hause drei Bilder gemalt. Abends las eine Lehrerin zuerst Märchen für die Kinder und später einen Krimi vor; so viel Literatur hatte das Dorf lange nicht gehört.
Am Donnerstag kam der Sport. Unsere Mannschaft verlor knapp, weil das Mittelfeld zu langsam war. Danach gab es ein Rennen mit dem Mountainbike und einen Wettkampf in Leichtathletik, den ein früherer Profisportler organisiert hatte.
Am Freitag standen alte Autos auf der Wiese. Ein Oldtimer von 1968 durfte sogar neben dem Pool des Hotels parken, und wer wollte, kam im Kostüm. Ich finde, wir sollten nicht bis Neujahr warten, bis wir wieder so feiern.