Ein Flug innerhalb Europas kostet oft weniger als die Bahnfahrt zur selben Stadt. Diese Differenz ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis von Abgaben, Steuern und internationalen Abkommen: Kerosin im internationalen Verkehr wird nicht wie Benzin belastet.
Technisch sind die Fortschritte real, aber begrenzt. Neue Flugzeuge verbrauchen deutlich weniger als ältere. Weil aber die Zahl der Flüge stärker wächst als der Verbrauch pro Flug sinkt, steigt die Gesamtwirkung weiter.
Als Hoffnung gelten synthetische Treibstoffe. Sie funktionieren, kosten heute jedoch ein Mehrfaches und brauchen sehr viel Strom. Beimischquoten sollen einen Markt erzeugen, was Tickets teurer macht – politisch die härteste Stelle der Debatte.
Bei kurzen Strecken ist die Bahn oft schneller, sobald man Anreise, Wartezeit und Kontrolle mitrechnet. Nachtzüge kommen darum zurück, allerdings langsam: Wagenmaterial fehlt, und ein Zug, der sechs Länder durchquert, braucht sechs Bewilligungen.
Ein Teil der Lösung liegt bei den Firmen. Wer Geschäftsreisen nach Regeln statt nach Gewohnheit bewilligt – unter vier Stunden mit der Bahn, Videokonferenz für ein Meeting von neunzig Minuten – senkt Kosten und Emissionen gleichzeitig.
Fliegen wird nicht verschwinden, und für lange Strecken existiert keine Alternative. Die realistische Frage ist darum, ob der Preis eines Tickets eines Tages das enthält, was der Flug verursacht.